Letzte Aktualisierung:
02.05.2010

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    Feuerwehr Hannover
    Ortsfeuerwehr Ahlem

1902   bis   2002

Im Jahre 1902 beschlossen 27 Männer aus der ehemaligen Gemeinde Ahlem, die zu dieser Zeit 800 Einwohner zählte, eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Zum ersten Hauptmann wurde der Landwirt Adolf Röhrbein gewählt, der die Wehr bis zum Jahre 1907 leitete.
Aus Anlaß des 5-jährigen Bestehens feierte die Wehr ihr erstes Feuerwehrfest. Gleichzeitig wurde in Ahlem der Provinzial - Feuerwehrtag abgehalten. Zum Kommers kamen Delegierte aus allen Teilen der Provinz Hannover zum Ahlemer Turm. Das Musikkorps der Feuerwehr Hameln sorgte für die musikalische Umrahmung. Für unseren kleinen Ort war diese Veranstaltung ein besonderes Ereignis. Das Fest, das 3 Tage dauerte, fiel leider buchstäblich ins Wasser, denn es regnete vom Beginn bis zum Ende unaufhörlich in Strömen.
Die ersten großen Brandeinsätze erfolgten im Jahr 1909 in Letter, wo 6 Bauernhöfe in kurzen Abständen fast völlig eingeäschert wurden. Am Himmelfahrtstag 1909 brannte das Altgummilager der Firma Continental in Seelze. Trotz der relativ weiten Entfernung war die FF Ahlem mit einem Dutzend Feuerwehrmännern zuerst an der Brandstelle.
Von 1907 bis 1914 führte Heinrich Habekost als Feuerwehrhauptmann die Wehr. Für seine vorbildliche Leitung wurde er zum Ehrenhauptmann ernannt; Nachfolger wurde sein Stellvertreter Heinrich Hinze. Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges mußten mehrere Kameraden einrücken. Hermann Gieseke (Gründungsmitglied) und Wilhelm Rostalski fielen 1915 in Frankreich.
1920 schied Heinrich Hinze als Hauptmann aus der Wehr aus. Nachfolger wurde Georg Dreyer, der die Wehr bis zum Jahr 1927 führte. Der Mitgliederbestand war zwischenzeitlich auf 43 Kameraden angestiegen. Mehrere Brände im eigenen Ort, Letter und in Limmer wurden erfolgreich bekämpft. 1927 erhielt die Wehr eine mechanische Leiter. Die Führung der Wehr übernahm Feuerwehrhauptmann August Elze, der dieses Amt bis 1937 ausübte.

Im Jahre 1933 vollzog sich eine völlige Neuordnung des Feuerlöschwesens. Neben der Wehrführung war auch die Gemeinde bemüht, der Umorganisation Rechnung zu tragen. Im Jahre 1934 beschaffte die Gemeindeverwaltung eine Tragkraftspritze mit Anhänger (LF 8 - TSA). Dieses vortreffliche Gerät hat der Wehr dann jahrelang bei Einsätzen, die sich bei den Großbränden während der Bombenangriffe oft über mehrere Tage und Nächte hinzogen, gedient. Der damalige Kreisfeuerwehrführer Heinrich Ahrberg legte neben der genauen Durchführung der Einsatzübungen besonderen Wert auf den Exerzierdienst. Die Gruppe der FF Ahlem erreichte beim Wertungsexerzieren des Unterkreises 10 in Letter den 1.Platz.
 

Im Jahre 1937 schied Wehrführer August Elze wegen Erreichen der Altersgrenze aus dem aktiven Dienst aus. Nachfolger wurde sein Stellvertreter Karl Reinicke. Er wurde gleich zu Beginn des 2. Weltkrieges zum Wehrdienst eingezogen. Leider kehrte dieser vorbildliche Kamerad nicht aus dem Krieg zurück. Erst im Jahr 1962 erreichte uns die Nachricht, daß er 1946 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft verstorben war.

Der Stellvertreter Karl Reinickes, Wilhelm Nöthel, übernahm im September 1939 die Führung der Wehr. deren Geschicke er schließlich 20 Jahre  vorbildlich leitete. Außer dieser Tätigkeit führte Oberbrandmeister Wilhelm Nöthel als Unterkreisbrandmeister 10 Jahre den Unterkreis. Als er 1959 aus dem aktiven Feuerwehrdienst ausschied, wurde er in einer Feierstunde verabschiedet und zum Ehrenbrandmeister ernannt.

Es folgten schwere Zeiten für die Wehr. Neben dem Wach- und Bereitschaftsdienst wurde die Wehr, als im Jahre 1943 die Großangriffe einsetzten, zur Brandbekämpfung - besonders bei den Großbränden der DEURAG in Misburg - eingesetzt. Am 22.10.1944 wurde auch Ahlem mit Spreng- und Brandbomben belegt. In und um Ahlem fielen ca. 120 Spreng- und 5000 Brandbomben, an Wohn-, Versorgungs- und Industriegebäuden entstanden schwere Schäden. 2 Wohnhäuser, 4 Scheunen und eine Zimmerei mit Holzplatz wurden vollständig zerstört, 12 Wohnhäuser schwer und 38 Wohnhäuser leicht beschädigt, außerdem wurden ca. 70 Einwohner obdachlos. Freiwillige Feuerwehren des Landkreises bis nach Egestorf wurden von Kreisbrandmeister Kaltebra zur Hilfeleistung eingesetzt, hinzu kamen die Berufsfeuerwehr Hannover sowie die Werksfeuerwehr der Firma Continental. Auch das Gerätehaus der FF Ahlem wurde bei den Bombenangriffen schwer getroffen, zum Glück blieb jedoch das Feuerwehrfahrzeug einsatzfähig. 3 Tage und 3 Nächte hatte unsere Wehr mit kurzen Unterbrechungen zu tun gehabt, um die immer wieder aufflammenden Brände zu löschen.
Am 12.4.1945 rückten amerikanische Truppen in Ahlem ein. Einige Tage später nahmen sie das Feuerwehrfahrzeug, daß neben der vollständigen Ausrüstung infolge des zerstörten Gerätehauses fast die gesamten B- und C-Druckschläuche mit sich führte, in Beschlag.

Es wurde im Herbst 1945 von der Feuerwehr Hildesheim nahezu als Wrack an unsere Wehr zurückgegeben. Man hatte den Feuerwehrkameraden zusätzlich sämtliche Feuerwehrröcke und die persönlichen Ausrüstungsstücke abgenommen, so daß die Wehr zu diesem Zeitpunkt vor dem Nichts stand.
Glücklicherweise wurde die Tragkraftspritze samt Anhänger nach wenigen Tagen vor dem Rathaus in Hannover aufgefunden. Bei einem Brand in der Bäckerei Böhland konnten unsere Feuerwehrkameraden nur in Zivilbekleidung gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr den Brand bekämpfen.

Erst allmählich kam wieder Leben in die FF Ahlem. Brandmeister Wilhelm Nöthel stand vor einer schweren Aufgabe. 13 Feuerwehrkameraden waren im Krieg gefallen, andere befanden sich noch in Gefangenschaft. Anläßlich des 50jährigen Bestehens wurde im Beisein der nächsten Angehörigen eine Gedenktafel zur Erinnerung enthüllt.
 

Die Nachkriegsjahre galten dem Wiederaufbau und der Ersatzbeschaffung von Ausrüstungsgegenständen und persönlichen Ausrüstungsstücken. Durch die Teilnahme an Leistungswettkämpfen, bei denen unsere Wehr die nachstehend aufgeführten guten Ergebnisse erzielte, wurde die Schlagkraft für Brandeinsätze und andere Gefahrenquellen gefördert.
 

1956   Kreiswettkämpfe in Seelze           Kreismeister

1957   Kreiswettkämpfe in Bemerode         2. Platz

1964   Kreiswettkämpfe in Letter           3. Platz

1964   Bezirkswettkämpfe in Nienburg       Bezirksmeister

1966   Kreiswettkämpfe in Letter           Kreismeister

1966   Bezirkswettkämpfe in Stadthagen   1.Gruppe  -  2.Platz
                                         2.Gruppe  -  4.Platz

1972   Kreiswettkämpfe in Letter         1.Gruppe  -  1.Platz
                                         2.Gruppe  -  2.Platz
 

Inzwischen hatte der stellv. Gemeindebrandmeister Max Schütze die Führung der Wehr übernommen. 1966 mußte er aus gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Am 12.11.1967 wurde er vom Bezirks- und Kreisbrandmeister Schröder mit besonderem Dank für die fast 7jährige vorbildliche Führung der Wehr verabschiedet. Als Nachfolger wurde sein bisheriger Stellvertreter, Günther Gabbatsch, gewählt.
Der dann amtierende Gemeindebrandmeister Günther Gabbatsch war zunächst ab 1965  stellvertretender Unterkreisbrandmeister und führte ab 1971 den damaligen Unterkreis 10 des Landkreises Hannover.
Am 18.4.1964 erfolgte die Einweihung und Übergabe des neuen Gerätehauses. Neben der Fahrzeughalle ist dieses Gebäude u.a. mit einem Raum für dienstliche und kameradschaftliche Zwecke sowie einem Schlauchraum und einer Werkstatt ausgestattet. Gleichzeitig wurde der Wehr ein Löschgruppenfahrzeug LF 8 - TS übergeben.
Im Jahre 1966 beschloß das Kommando der Wehr im Einvernehmen mit dem Rat der damaligen Gemeinde Ahlem die Gründung einer Jugendfeuerwehr mit zunächst 15 Jugendfeuerwehrmännern. Hier haben die beiden eingesetzten Jugendwarte ganze Arbeit geleistet, denn bereits 1968 konnten 9 Jugendfeuerwehrmänner die Leistungsspange mit Erfolg ablegen. Seit dieser Zeit wurden ständig Mitglieder der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst übernommen.
In den Jahren 1970/71 war die Wehr bei den Großbränden der Firma Continental, Werk Limmer, im Einsatz.
Am 27.8.1973 brach in der Konfitüren- und Marzipanfabrik Schubert, Ahlem, ein Großfeuer aus. In wenigen Stunden wurden fast die ganzen Produktionseinrichtungen und alle Lagervorräte vernichtet. Die Kameraden der FF Ahlem waren zuerst am Brandort. Die hannoversche Berufsfeuerwehr löste die höchste Alarmstufe (5) aus und setzte sämtliche zu Verfügung stehenden Fahrzeuge ein. Am Brandort leitete der damalige Branddirektor Bräuning den Einsatz. Zusammen mit den Kameraden unserer Wehr und denen der Freiwilligen Feuerwehren aus Seelze, Letter, Garbsen, Velber, Benthe, Döteberg, Lohnde, Egestorf, Wennigsen und Ronnenberg kämpften sie das Feuer nieder. Anschließend war unsere Wehr noch eine Woche mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.
Im Februar 1974 wurde von der Gemeindeverwaltung ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8 beschafft, das das alte Löschgruppenfahrzeug - Baujahr 1942 - ablösen sollte. Dieses immer noch fahrbereite Fahrzeug sollte in einem zu errichtenden Feuerwehrmuseum der Berufsfeuerwehr Hannover seinen Platz finden.

Am 1.3.1974 verlor die Freiwillige Feuerwehr Ahlem im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform ihre Selbständigkeit. Gemeinsam mit den Wehren Misburg, Anderten, Bemerode, Vinnhorst, Wettbergen und Wülferode wurde sie als Ortsfeuerwehr in die Freiwillige Feuerwehr der Landeshauptstadt Hannover eingegliedert. Der bisherige Gemeindebrandmeister Günther Gabbatsch wurde vom Rat der Stadt Hannover zum Ortsbrandmeister ernannt. Unter seiner umsichtigen Leitung entwickelte sich mit der Berufsfeuerwehr und den anderen Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Hannover eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Im August 1975 brach in den Landkreisen Celle, Gifhorn und Lüchow-Dannenberg die größte Waldbrandkatastrophe der Nachkriegszeit aus. Auch unsere Wehr wurde zur Bekämpfung herangezogen und im Landkreis Gifhorn eingesetzt. Zur Anerkennung und zum Gedenken an die Hilfeleistung hatte das Nds. Landesministerium eine Gedenkmedailie gestiftet, die all denen verliehen wurde, die bei der Brandbekämpfung eingesetzt wurden. Auch 1976 erfüllte unsere Wehr wieder ihre Pflicht, als sie zur Bekämpfung von Waldbränden nach Lutterloh gerufen wurde, die aufgrund des schnellen und umsichtigen Eingreifens aller Wehren nicht das Ausmaß des Jahres 1975 erreichten.

Im Jahr 1976 war die Wehr bereits so stark, daß für Versammlungen der Schulungsraum nicht mehr genutzt werden konnte. So wurde die Jahreshauptversammlung erstmalig in der Pausenhalle der Grundschule abgehalten. Bei dieser Versammlung wurde Kamerad Friedhelm Bullmahn zum neuen stellvertretenden Ortsbrandmeister gewählt, da der bisherige Amtsinhaber , Kamerad Karl-Heinz Lampe diese Tätigkeit aus Krankheitsgründen nicht mehr ausüben konnte. Kamerad Bullmahn wurde anschließend vom Rat der Stadt Hannover in seinem Amt bestätigt.

Das Jahr 1977 war ein arbeitsreiches aber auch schönes Jahr, denn es wurde wieder einmal Geburtstag gefeiert. Der 75. Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr Ahlem wurde mit einem dreitägigen zünftigen Volksfest auf dem Festplatz Rosenbuschweg gefeiert.

Im Jahr 1978 war unsere Wehr wiederum gewachsen, so daß aufgrund der räumlichen Situation im Gerätehaus erste Schwierigkeiten auftraten, die theoretische Aus- und Fortbildung im erforderlichen Maße durchzuführen.

Zu Beginn des Jahres 1979 erlitt das Löschgruppenfahrzeug Opel LF 8 durch einen fremdverschuldeten Verkehrsunfall einen Totalschaden. Aufgrund dieses Umstandes benötigten wir dringen Ersatz. Am 15.5.1979 war es dann soweit, die Wehr bekam ein neues Löschgruppenfahrzeug Typ Mercedes LF 8.

1980 fand erstmalig die Interschutz in Hannover statt. Anlaß der Veranstaltung war u.a. das 100jährige Bestehen der Berufsfeuerwehr Hannover. Wie verschiedene andere Ortsfeuerwehren auch wurden wir bei Vorführungen eingesetzt. Auf dieser Veranstaltung wurden auch die Verbindungen zu unseren amerikanischen Freunden - den Feuerwehrkameraden aus Derby/Conn. - hergestellt. Eine Einladung zu unserem Feuerwehrfest 1982 wurde dankend angenommen. In diesem Jahr wurden auch die ersten Planungen für den Neubau eines Schulungsraumes gemacht.

Das Jahr 1981 wurde zum sog. Baujahr. In neunmonatiger Bauzeit wurde auf dem Gelände des Feuerwehrgerätehauses in der Krugstraße ein neuer Schulungs- und Versammlungsraum in Eigenleistung erstellt. Die Bauarbeiten begannen im März mit dem Abriß eines alten Streuschuppens. Am 23.4. erfolgte die Grundsteinlegung und schon am 22.5. konnte Richtfest gefeiert werden. Am 11.12. erfolgte die feierliche Einweihung.

Vom 12.-14.6.1982 feierten wir das 80jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Ahlem mit einem Zeltfest auf dem Festplatz Rosenbuschweg. Unsere amerikanischen Feuerwehrkameraden waren unserer Einladung gefolgt und nahmen mit ihren Frauen an den Feierlichkeiten teil. Eine Gegeneinladung nach Derby/USA wurde von unseren Kameraden gerne angenommen.

Eine besondere Auszeichnung erhielt der amtierende Ortsbrandmeister Günther Gabbatsch, ihm wurde das Feuerwehrehrenkreuz (1.Stufe) verliehen.

Im Jahr 1983 wurden neben den normalen Diensten noch viele andere Tätigkeiten verrichtet um die geplante Fahrt nach Derby/USA verwirklichen zu können.

Am 25.5.1984 war es dann endlich soweit, es begann die 10tägige Fahrt in die USA. Dort erfuhren unsere Kameraden eine herzliche Aufnahme. Anläßlich des Besuches wurde der amerikanische Feuerwehrkamerad Manfred Münz, der die Verbindung hergestellt hatte, mit der deutschen Feuerwehrmedaille für Kontaktpflege mit ausländischen Feuerwehrkameraden ausgezeichnet.

Im Rahmen der Brandschutzwoche fand im Jahr 1985 wieder ein Tag der offenen Tür statt, der von der Ahlemer Bevölkerung rege besucht wurde. Vor zahlreichen Besuchern konnten wir unsere Leistungsfähigkeit demonstrieren.

Das Jahr 1986 begann mit einem Großbrand auf dem Messegelände. Im Februar folgte die Jahreshauptversammlung mit der Neuwahl des Ortsbrandmeisters, da der bisherige Ortsbrandmeister Günther Gabbatsch wegen Erreichen der Altersgrenze aus dem aktiven Dienst ausscheiden mußte. Als Nachfolger wurde Kam. Friedhelm Bullmahn gewählt, der bereits 10 Jahre das Amt des Stellv. Ortsbrandmeisters ausgeübt hatte.

Am 27.6.1986 wurde Kam. Günther Gabbatsch nach 37jähriger Feuerwehrzugehörigkeit und 20jähriger Tätigkeit als Gemeinde- bzw. Ortsbrandmeister in einem würdigen Rahmen von der Freiwilligen Feuerwehr Ahlem verabschiedet. Am gleichen Tage erhielt sein Nachfolger Friedhelm Bullmahn die Ernennung zum Ortsbrandmeister.

Am 24.7.1986 stürzte das Dach der Sporthalle des Schulzentrums Ahlem ein und verursachte einen Sachschaden in Höhe von 200.000.-DM. In diesem Jahr wurde auch mit den Vorbereitungen für die Jubiläumsveranstaltung im Juni 1987 begonnen, da die Freiwillige Feuerwehr Ahlem dann 85 Jahre bestand.

1987 wurde unsere Wehr bei der Hochwasserkatastrophe im Stadtgebiet Hannover eingesetzt. Einsatzschwerpunkte waren die Hautklinik Linden und das Staatl. Medizinaluntersuchungsamt. Am 12.2.1987 retteten Ahlemer Feuerwehrmänner 2 vom Hochwasser eingeschlossene Kinder aus lebensbedrohlicher Lage aus der Leinemasch Ahlem.

Im März wurden in Eigeniniative Renovierungsarbeiten am Feuerwehrgerätehaus vorgenommen. Da der Stadt Hannover seinerzeit keine finanziellen Mittel zur Verfügung standen, wurde uns lediglich das Material zum Farbanstrich zur Verfügung gestellt.

Höhepunkt des Jahres 1987 war das 4tägige Zeltfest auf dem Festplatz Rosenbuschweg. Dieses fand in der Zeit vom 12.-15.6. statt. Zu den Feierlichkeiten kamen 50 Freiwillige Feuerwehren aus dem Stadtgebiet und dem Landkreis Hannover. Am Festumzug durch Ahlem nahmen fast 1.200 Feuerwehrleute teil. anläßlich unseres Feuerwehrfestes erhielten wir außerdem Besuch aus Amerika. Am 11.6. trafen 19 Personen der Feuerwehr Derby/Conn. ein und hielten sich 14 Tage in Ahlem auf. Für die amerikanischen Gäste wurde ein umfangreiches Besuchs- und Besichtigungsprogramm organisiert. Höhepunkt war am 19.6. ein Empfang beim Oberbürgermeister der Stadt Hannover.

Am 24.8.1987 wurden wir in den frühen Morgenstunden zu einem Großbrand in der Fritz-Reuter-Straße gerufen, wo ein Einfamilienhaus vollständig ausbrannte. Es entstand ein Sachschaden von mehr als 200.000.- DM.

Vom 9.-11.1987 unternahmen alle Aktiven der FF Ahlem mit einem Sonderzug der Deutschen Bundesbahn eine Sonderfahrt nach Dinkelsbühl.

Am 5.9.1988 stiftete der Bezirksbürgermeister Politze einen Pokal für die Jugendfeuerwehren des Stadtbezirkes. Unsere Jugendfeuerwehr erreichte den 1.Platz und konnte somit den Pokal bei der ersten Austragung dieses Wettkampfes mit nach Ahlem nehmen.

Vom 28.5.-2.6.1988 fand auf dem Messegelände die Interschutz 88, die größte Ausstellung für Brand- und Katastrophenschutz auf der Welt, statt. Die Kameraden der FF Ahlem wurden dort bei vielen Aktivitäten eingesetzt. In dieser Zeit brannte in Ahlem eine Garage mit eingestelltem PKW vollständig aus. Die Ortsfeuerwehr Ahlem bekämpfte den Brand mit zwei Löschfahrzeugen.

Am 26.8.1988 wurden nach entsprechenden Neuwahlen in den 17 Ortsfeuerwehren der Stadt Hannover die Ortsbrandmeister und Stellvertreter für 6 Jahre vom Stadtdirektor ernannt.

Am 21.9. konnte unsere Jugendfeuerwehr erneut den 1.Platz beim Wettkampf um den Günter-Politze-Pokal belegen.

Im September und Oktober wurde die Außenwand des Schulungsraumes vom Förderer Franz Höpke unentgeltlich mit Klinker verkleidet.

Am 29.10. unternahmen 100 Kameraden der Ahlemer Wehr mit einem Sonderzug der Deutschen Bundesbahn eine Tagesfahrt nach Fulda, wobei auch das deutsche Feuerwehrmuseum besichtigt wurde.

Am 10.9.1989 gewann unsere Jugendfeuerwehr erneut den Günter-Politze-Pokal.

Im Oktober unternahm unsere Wehr eine Tagesfahrt mit einem Sonderzug der Deutschen Bundesbahn nach Koblenz. Die Fahrt schloß eine Schiffsfahrt auf dem Rhein ein.

Am 29.10.1989 wurden die Abschnittswettkämpfe des Brandabschnittes West in Ahlem durchgeführt. Unsere Wehr Belegte von 10 Wehren den 1.Platz und gewann damit den Fritz-Fischer-Pokal.

Nach mehr als 20 Jahren wurde unserer Wehr am 10.11. vom Stadtbrandmeister J. Günter ein neues Löschgruppenfahrzeug (Typ LF 8 Mercedes) im Wert von 250.000.-DM übergeben.

In der Zeit vom 23.5.-6.6.1990 reisten 23 Personen der FF Ahlem auf eigene Kosten zu unseren amerikanischen Freunden der FF Derby/Conn. und absolvierten ein umfangreiches Besichtigungsprogramm. Die Unterbringung erfolgte in amerikanischen Familien.

Am 25.8. führten wir für die aktiven Kameraden eine Tagesfahrt nach Wernigerode/Harz durch.

Am 15.9. organisierten wir einen Tag der offenen Tür im Gerätehaus Krugstraße. Mehr als 2.000 Besucher überzeugten sich von dem hohen Leistungsstand unserer Wehr. Neben den Vorführungen der aktiven Kameraden waren die umfangreiche Fahrzeugschau mit Sonderfahrzeugen der Berufsfeuerwehr Hannover sowie der Gulaschkanone der FF Hannover die Hauptanziehunspunkte. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Musikzüge der Freiwilligen Feuerwehren Wettbergen, Harenberg und Velber.

Anläßlich der Austragung des Günter-Politze-Pokales in Badenstedt belegte unsere Jugendfeuerwehr den 3.Platz.

Im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Hannover und Leipzig nahm eine Abordnung der FF Ahlem am 29.9. an den Feierlichkeiten zum 125jährigen Bestehen der Feuerwehr Leipzig teil.

Das Jahr 1991 begann am 16.1.1991 mit einem Großbrand bei der Fa. Paradies-Betten in Hannover-Marienwerder.

Am 1.2. erhielt unsere Wehr ein aus Bundesmitteln finanziertes neues Löschgruppenfahrzeug (Typ LF 16 - TS) im Wert von 350.000.- DM. Das Fahrzeug kann im Rahmen des Zivischutzes u.a. zur überörtlichen Brandbekämpfung eingesetzt werden.

Im Juni begannen die Vorbereitungen für unser 90jähriges Jubiläum, das wir im Juni 1992 feiern werden.

Am 14.07.1991 unternahmen die aktiven Kameraden zusammen mit einigen Förderern der Wehr eine Planwagenfahrt durch die Randgebiete der Stadt Seelze. Ermöglicht wurde diese bis heute unvergessene Fahrt durch den Förderer Horst-Dieter Götze aus der befreundeten Wehr Harenberg.

Am 21.9.1991 wurde das 25jährige Jubiläum unserer Jugendfeuerwehr gebührend gefeiert. In Anwesenheit der Jugendfeuerwehrmänner, Eltern, Politiker, Ratsherren und Vertreter der Verwaltung wurden die ehemaligen Jugendwarte der FF Ahlem besonders geehrt.

Am 12.10.1991 führten wir mit einem Sonderzug der Deutschen Bundesbahn unsere mittlerweile obligatorische Bahnfahrt nach Würzburg durch. Im Anschluß an eine Schiffsfahrt auf dem Main wurde die historische Altstadt von Würzburg besichtigt.

Das erste Halbjahr des Jahres 1992 war von den umfangreichen Vorbereitungen zu dem 90jährigen Bestehen der Ahlemer Wehr geprägt.

Am 4.1.1992 wurde Ulrike Gieseke als erste Frau in den aktiven Feuerwehrdienst der FF Ahlem übernommen. Die Kameradin Gieseke war durch Ihren Eintritt in die FF Ahlem die erste Frau im aktiven Dienst der Feuerwehr der Landeshauptstadt Hannover.

Am 15.5.1992 brannte in der Zeit von 18.00 bis 0.30 Uhr der Dachstuhl eines Gebäudes der Continental Werk Limmer. Die FF Ahlem mußte zur Unterstützung der vor Ort tätigen Kameraden mit allen Fahrzeugen die Wache 2 besetzen und die auflaufenden Einsätze fahren. Am 03.06.1992 ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall auf der Wunstorfer Landstraße, wo eine unter einem LKW eingeklemmte Person zusammen mit der Berufsfeuerwehr geborgen werden mußte.

Als am 25.06.1992 der Besuch der 10 amerikanischen Feuerwehrkameraden aus Derby / Con. (USA) in Ahlem eingetroffen war, begannen die Feierlichkeiten um das 90jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Ahlem. Das durchgeführte Zeltfest auf dem Schützenplatz wurde 3 Tage ausgiebig gefeiert.

Nach einem ausgiebigen Besuchsprogramm wurde am 9.7.1992 der Abschiedsabend für die amerikanischen Kameraden im Schulungsraum durchgeführt.

Im September des Jahres 1992 stellte der stellvertretende Ortsbrandmeister Günther Mohr sein Am mit sofortiger Wirkung zur Verfügung.

In der Zeit vom 9.10. bis 11.10.1992 wurde eine Herbstfahrt in das Sauerland von der FF Ahlem für die aktiven Kameraden und Förderer der Wehr veranstaltet.

am 18.10.1992 war ein Geräteschuppen am englischen Friedhof in Brand geraten. Die Kameraden der FF Ahlem leisteten hierbei den Wehren aus Harenberg und Velber nachbarliche Löschhilfe, da sich das zu löschende Objekt außerhalb des Stadtgebietes von Hannover befand.

Das Jahr 1993 begann gleich mit einem Großbrand in einem Kautschuklager der Continental im Werk Limmer, daß am 8.1.1993 in Brand geraten war. Der Einsatz konnte nur unter schwerem Atemschutz und unter erschwerten Umständen wegen der sehr beschränkten Zugänglichkeit des Brandherdes bewältigt werden. Die Schadenssumme wurde von der Pressestelle mit ca. 1.000.000 DM beziffert. Für die gute Einsatzbereitschaft der gesamten Feuerwehren erhielt die FF Ahlem ein Dankschreiben des damaligen Werksleiters Keuntje.

Im ersten Quartal 1993 wurde der Kamerad Harald Dierich als neuer stellvertretender Ortsbrandmeister für den ausscheidenden Kamerad G. Mohr gewählt.

Am 1.4.1993 wurde einem eine besondere Ehrung zu Teil. Der Kamerad Wilhelm Kredo wurde für die 50jährige Mitgliedschaft im Landesfeuerwehrverband bzw. Tätigkeit im Feuerlöschwesen geehrt.

Am 10.5.1993 konnte die FF Ahlem eine sehr realistische Alarmübung bei den ehemaligen Schlichthäusern organisieren, da diese Häuser ohnehin zum Abriß anstanden. Die Übung und damit auch die Brandbekämpfung wurde gemeinsam mit den Wehren aus Vinnhorst und Stöcken durchgeführt.

Am 8.6.1993 geriet ein Sonnenstudio Im großen Büchenfeld in Brand. Der Einsatz, der wegen der starken Rauchentwicklung durch freiwerdende PVC-Dämpfe nur unter PA durchgeführt werden konnte, wurde in der Zeit von 20.00 bis 22.30 Uhr durch die Ahlemer Kameraden bekämpft.

Am 20.6.1993 war die FF Ahlem im Rahmen des 125jährigen Bestehens des Landesfeuerwehrverbandes als Ausrichter der Internationalen Wettkämpfe im Eilenriedestation eingesetzt worden.

Im Jahr 1994 wechselte am 25.3. die Führungsspitze der FF Hannover. Der Kamerad Klaus-Eckert Löffler wurde für den aus Altersgründen ausscheidenden Kameraden Josef Günter neuer Stadtbrandmeister.

Am 15.5.1994 stand die Wahl des Ortsbrandmeisters auf dem Dienstplan der aktiven Kameraden. Der Ortsbrandmeister Friedhelm Bullmahn wurde bei der durchgeführten Wahl für weitere 6 Jahre im Amt bestätigt.

Bei der Interschutz 1994 waren die Kameraden der FF Ahlem an dem Wochenende vom 3. bis 5.6 1994 stark eingespannt gewesen. Auf dem Freigelände und in den Messehallen mußten die Kameraden 10 Stunden pro Tag den Dienst verrichten.

Am 1.10.1994 wurde im Bereich des Gerätehauses und auf der gesamten Krugstraße erneut ein „Tag der offenen Tür“ durchgeführt. Es konnten zu dieser immer attraktiv gestalteten Veranstaltung über 1.000 Ahlemer Bürger begrüßt werden. Zahlreiche Übungen der aktiven Kameraden und der Jugendfeuerwehr zeigten den Leistungsstand der Ahlemer Feuerwehr. Der Tag wurde von der Berufsfeuerwehr Hannover durch die Bereitstellung von Sonderfahrzeugen, die durch die anwesenden Gäste bestaunt wurden, hervorragend unterstützt. Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgten 3 Musikzüge von befreundeten Wehren.

Der Juni des Jahres 1995 war von 2 Brandeinsätzen geprägt gewesen. So mußten die Kameraden am 14.6. 1995 in der Zeit von 1.24 bis 2.46 Uhr eine Menschenrettung unter PA aus Wohnungen oberhalb des Speiselokals Kuala Lumpur, welches in Brand geraten war, sowie die Brandbekämpfung durchführen. Am 15.06.1995 mußten die Kameraden gleich 2 mal zur gleichen Einsatzstelle in der Zeit von 2.05 bis 3.45 Uhr und von 8.25 bis 8.58 Uhr ausrücken. Es war die Gaststätte Seudans Am Bahndamm 2 A völlig ausgebrannt, so daß ein Schaden von 600.000 DM zu verzeichnen war.

Am 17.8.1995 war die FF Ahlem Veranstalter des 3. Vergleichsschießens mit der Autobahnpolizeistaffel Hannover, zu der unsere Wehr seit längerem eine gute Kontaktpflege betreibt.

Am 7.9.1995 wurden die Kameraden um 2.20 Uhr zu einem Laubenbrand im Stadtteil Hannover-Limmer alarmiert. Die Kameraden waren noch nicht zur Ruhe gekommen, da mußten sie die Wache 4 wegen eines Trafobrandes bei Pelikan besetzen. Einen ungewöhnlichen Einsatz der technischen Hilfeleistung mußte am 7.10.1995 bei der Polizei am Ahlemer Turm gefahren werden. Durch das Abreißen eines Zapfschlauches mußte der ausgelaufene Kraftstoff abgestreut werden.

Zum Abschluß des Jahres wurden die Kameraden während der jährlichen Weihnachtsfeier zu einem Wasserschaden in der Mönkebergallee gerufen.

Am 13.04.1996 führte die FF Ahlem ihre erste Ausbildungsfahrt durch. Als Ziel war die Firma Schlingmann in Dissen auserwählt, wo die aktiven Kameraden und die Alterskameraden den Umbau von Feuerlöschfahrzeugen besichtigen konnten.

Am 20.04.1996 wurde wieder einmal ein Preisskat im Schulungsraum für Förderer, Alterskameraden und Aktive durchgeführt.

Ab Anfang August war das Dienstgeschehen auf das erste Sommerfest der FF Ahlem im Bereich des Gerätehauses geprägt. Der Arbeitsaufwand, den die Kameraden aufgebracht haben war bemerkenswert, da z.B. der gesamte Hof überdacht und mit Lichterketten ausgeleuchtet wurde. Während des Sommerfestes konnten wir ein außergewöhnliches Dienstjubiläum feiern. Der Kamerad Manfred Schilling wurde für 25jährige Ausübung des Amtes des Gerätewartes wehrintern geehrt. Die harmonische Feier ging mit 160 Teilnehmern bis in die Morgenstunden.

Am 25.10.1996 wurde zusammen mit der Jugendfeuerwehr der erste Lampionumzug der FF Ahlem durchgeführt. Das großen Interesse der Ahlemer Bevölkerung stellte die Kameraden auf eine sehr große Probe.

Am 24.11.1996 wurde erneut ein Brunch im Maritim - Hotel für die Alterskameraden und aktiven Kameraden durchgeführt.

Am 28.02.1997 wurde der leitende Branddirektor der Berufsfeuerwehr Hannover mit seinem 60. Geburtstag in den Ruhestand versetzt. Als Nachfolger übernahm der Kamerad Claus Lange das Amt und wurde damit zum Leiter der Berufsfeuerwehr Hannover und auch gleichzeitig der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Hannover.

Entgegen der normalen Durchführung eines Osterfeuers waren die Kameraden der FF Ahlem auf Weisung der Obrigkeit gezwungen das Feuer zu löschen. Diese ungern übernommene Aufgabe haben die Kameraden mit all zu großen Nachdruck gelöst.

Am 15.03.1997 wurde mit den aktiven Kameraden eine außergewöhnliche Aussprache über Probleme innerhalb der aktiven Wehr durchgeführt. Zu der Aussprache hatte der Stadtbrandmeister in der Zeit von 16.00 bis 18.00 Uhr eingeladen.

Am 07.06.1997 nahm eine Wettkampfgruppe der FF Ahlem an der Austragung des Fritz-Fischer-Pokals teil. Es konnte eine gute Plazierung errungen werden.

Am 14.06.1997 nahmen die Ahlemer Kameraden am 100jährigen Bestehen des Ahlemer Turmes teil. Zu diesem traditionsreichen Ereignis konnte die Kameraden der FF Ahlem die immer wieder restaurierte Handdruckspritze von 1902 in altertümlichen Uniformen vorführen.

Im Jahr 1997 konnte die FF Ahlem auf ihr 95jähriges Bestehen zurückblicken. Zur Durchführung des Jubiläums organisierten die Ahlemer Kameraden eine traditionelle Kranzniederlegung am Ehrenmal und einen Ball mit Festessen in der Pausenhalle. Am Montag wurden die Alterskameraden abgeholt und zum Abschluß wurde mit allen Kameraden gemeinsam gegrillt. Die Veranstaltung wurde ausschließlich eigenverantwortlich organisiert.

Am 29. und 30.06.1997 mußten 2 Löschgruppen Zeitraum von 23.00 bis 3.00 Uhr und von 9.00 bis 15.00 Uhr nach starken Gewittern und den damit verbundenen Überflutungen technische Hilfeleistung leisten.

Am 26.09.1997 wurde die Sirene auf dem Gerätehaus demontiert, da die Alarmierung nur noch über Funkmeldeempfänger erfolgt. Am gleichen Tag wurde der Rote Hahn auf dem Schlauchturm demontiert und im Anschluß repariert. Beide Arbeiten wurden mit Hilfe der Drehleiter von der Berufsfeuerwehr durchgeführt.

Am 20.12.1997 führten die Kameraden einen außergewöhnlichen Arbeitsdienst durch. Bedingt durch die engen Platzverhältnisse wurde eine Tanne beim Förderer Franz Höpke mit einem Autokran gefällt. Die Tanne ist anschließend der katholischen Kirche gespendet worden.

Am 09.12.1997 ereignete sich in Misburg ein schweres Zugunglück. Die Ahlemer Kameraden waren mit 2 Fahrzeugen in der Zeit von 18.00 bis 1.00 Uhr im Einsatz.

Am 06.01.1998 ereignete sich ein Großbrand in der Tischlerei in der Heisterbergallee 98. Die Kameraden mußten hier zusammen mit der Berufsfeuerwehr das Feuer von 18.58 bis 20.49 löschen . Die gute Zusammenarbeit zwischen der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr war bei diesem Einsatz bemerkenswert.

Am 06.03.1998 fand das 5. Vergleichsschießen mit der Autobahnpolizei im Ahlemer Schützenhaus statt. Bei diesem Schießen war die FF Ahlem der Ausrichter.

Am 11.03.1998 fand nach 21 Jahren die letzte Delegiertentagung des Kreisfeuerwehrverbandes in der Pausenhalle statt. 21 Jahre in Folge organisierte die FF Ahlem die Bewirtung und zeigte sich für den Auf- und Abbau verantwortlich.

Am 18.04.1998 fand im Schulungsraum wieder einmal ein Preisskat statt. Attraktive Preise warteten auf ihre Gewinner. Die gute Resonanz ermunterte die Ahlemer Kameraden zur Wiederholung der Veranstaltung.

Am 13.06.1998 nahm ein Teil der FF Ahlem an dem 25jährigen Bestehen der Wache 2 der Berufsfeuerwehr teil. Die Wache 2 ist die für den Stadtteil Ahlem zuständige Wachbereitschaft.

Im Juni des Jahres 1998 wurde in Zusammenarbeit mit dem Förderer Franz Höpke die Wand des alten Gerätehauses verputzt.

Im Juni begannen die Vorbereitungen auf das 2. Sommerfest im Bereich des Gerätehauses. Am 04.07.1998 konnte die FF Ahlem gutgelante116 Gäste bei dem Fest begrüßen. Die Auf- und Abbauarbeiten sind auch bei dieser Veranstaltung gut abgelaufen.

Am 17.10.1998 wurde die 2. Ausbildungsfahrt der FF Ahlem durchgeführt. Neben einem gut organisierten Rahmenprogramm wurde als Hauptpunkt die Landesfeuerwehrschule in Loy besucht und ein U – Boot in Wilhemshaven besichtigt.

Das Dienstjahr 1999 begann für die Ahlemer Feuerwehrkameraden bereits in der Silvesternacht. So wurden die am Ort verbliebenen Kameraden vom Pieper alarmiert und mußten zu 2 Brandeinsätzen hinter einander ausrücken. Zum Einen brannte außerhalb des Aldigeländes Krugstraße / Ecke Rosenbuschweg ein Container und am Geveker Kamp mute eine in Brand geratene Müllbox gelöscht werden. Zu beiden Einsätzen rückten die Kameraden trotz des Jahreswechsels mit 2 Fahrzeugen aus.

Am 06.01.1999 wurden wir erneut zu einem Pkw-Brand gerufen. Ein kurioser Einsatz ereignete sich am 01.03.1999, wo wir mit 2 Fahrzeugen das angebrannte Essen eines Mitbürgers unter Kontrolle brachten.

Am 02.03.1999 ereignete sich ein schweres Zugunglück in Bornum. Die FF Ahlem unterstützte die Einsatzkräfte dieser technischen Hilfeleistung mit 1 Fahrzeug und sorgte für das Ausleuchten der Einsatzstelle in der Zeit von 0.45 bis 9.00 Uhr.

Am03.04.1999 mußte das Osterfeuer schon vor dem offiziellen Anzünden in der Zeit von 0.45 Uhr bis 1.27 Uhr löschen. Am 04.04.1999 wurden wir zu einem Mülleimerbrand mit einem Fahrzeug gerufen.

Ab April 1999 trat die neue Alarm- und Ausrückordnung in Kraft. Für die Freiwilligen Feuerwehren der Landeshauptstadt bedeutete dieses, dass sie nur noch bei Alarmen mit Einsatzstärke über Löschzug bzw. bei besonderen Anforderungen angefordert werden.

Am 11.09.1999 führte die FF Ahlem eine Herbstfahrt fr ihre Aktiven und Alterskameraden sowie für die Förderer in den Harz durch.

Am 04.12.1999 veranstaltete die FF Ahlem das traditionelle Wurstessen zum 25.ten Mal in der Pausenhalle der Grundschule durch. Dieses Jubiläum wurde von zahlreichen Aktivitäten begleitet.

Dieses Jahr war sicherlich auch für die Feuerwehren in Hannover in hohem Maße durch die Weltausstellung EXPO auf dem Messegelände geprägt, aber auch das normale Dienstgeschehen mußte abgeleistet werden.

Am 06.03.2000 rückte die FF Ahlem zu einer besonderen Hilfeleistung aus. Eine Person wollte sich selbst in Brand stecken und wir muten sie vor sich selbst schützen.

Zu nachtschlafender Zeit (3.15 Uhr) haben wir uns am 23.03.2000 wieder einmal mit dem angebrannten Essen eines Mitbürgers auseinander gesetzt.

Bereits im April begann unsere Unterstützung zu den EXPO – Sicherheitswachdiensten. Im Zeitraum vom 01.04. bis 08.04.2000 stellte die FF Ahlem 2 Wachbereitschafften über 24 Stunden.

Am 28.04.2000 ereignete sich im Rosenbuschweg 2 ein Brandeinsatz. Eine Villa war in Brand geraten und es mußten 11 Personen aus dem Haus gerettet werden. Die Kameraden der FF Ahlem waren mit 2 Fahrzeugen in der Zeit von 1.17 Uhr bis 3.00 Uhr an der Einsatzstelle.

Am 05.05.2000 fand satzungsgemäß die Wahl des Ortsbrandmeisters statt. Der Kamerad Norbert Rößeling wurde ohne Gegenkandidat, da der bisherige Amtsinhaber Kamerad Friedhelm Bullmahn nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung stand, gewählt.

Am 21.05.2000 rückten unsere Kameraden mit 2 Fahrzeugen zu einem Trafobrand an der Endhaltestelle der Stadtbahn an der Heisterbergallee mit 2 Fahrzeugen aus.

Am 10.06.2000 wurde eine Übung auf dem Gelände der Fittness World unter AGT durchgeführt. Neben der eigentlichen Übung konnten die Kameraden die Gerätschaften unter AGT und damit unter vollen Belastung ausprobieren.

Am 26.06.2000 halfen die Ahlemer Kameraden bei Aufbauarbeiten auf dem EXPO – Gelände.

Am 14.07.2000 wurde für die FF Ahlem die neuen digitalen Funkmeldeempfänger ausgegeben. Die Anfangsschwierigkeiten ließen nicht lange auf sich warten, so dass sich am 19.07.2000 eine Fehlalarmierung durch die neuen Geräte ereignete.

Im Zeitraum vom 30.07. bis 05.08.2000 stellte die FF Ahlem 2 Wachbereitschafften über 24 Stunden im Rahmen der EXPO – Sicherheitswachdienste.

Am 24.08.2000 wurde der offizielle Wechsel der Führungsspitze der FF Ahlem vollzogen. Der Kamerad Norbert Rößeling übernahm die Amtsgeschäfte des Ortsbrandmeisters der Ortsfeuerwehr Ahlem.

Am 09.09.2000 brannte die Firma Tapetenland am alten Flughafen in der Ikarusallee völlig aus. Die Kameraden der FF Ahlem waren mit 2 Fahrzeugen 8,5 Stunden an der Einsatzstelle tätig.

Am 07.10.2000 führte die FF Ahlem eine Herbstfahrt in das Weserbergland für die aktiven und Alterskameraden sowie für die Förderer durch.

Am 25.10.2000 verstarb der langjährige Ortsbrandmeister und Ehrenoberbrandmeister Günter Gabbatsch. Die Beerdigung am 31.10.2000 fand mit allen Ehren für den Verstorbenen statt.

Auf der Mitgliederversammlung am 04.11.2000 wurde das Kommando der Ortsfeuerwehr Ahlem neu gewählt.

Am 11.11.2000 wurde zusammen mit den benachbarten Wehren aus Harenberg und Velber eine Einsatzübung im Ortsgebiet von Harenberg statt. Nach der Übung haben die anwesenden Kameraden die Übung in allen Einzelheiten in der Mehrzweckhalle in Harenberg durchgesprochen.

Zwischen Weihnachten und Neujahr fand im alten Gerätehaus ein Traditionsabend für die aktiven und Alterskameraden statt. Bei improvisierter Beheizung und einem Schlag Erbsensuppe wurde in alten Fotoalben herumgestöbert und alte Lieder gesungen. Die Veranstaltung, die die Kameradschaft fördert, wurde von den zahlreichen Kameraden sehr gut angenommen.

Auf der Jahreshauptversammlung am 06.01.2001 wurde auch bei der FF Ahlem ein neuer Dienstgrad eingeführt. Der Kamerad Alfons Holzapfel wurde zum 1. Hauptfeuerwehrmann befördert. Weiterhin wurde beschlossen das 100jährige Bestehen der FF Ahlem im Jahr 2002 mit einem Zeltfest auf dem Festplatz am Rosenbuschweg zu begehen.

Am 24.02.2001 wurde mit zahlreichen Gästen der Kameradschaftsabend traditionell in Gümmer begangen.

Am 17.03.2001 fand eine Übung der Fachgruppe ManV (Massenanfall von Verletzten) statt. Die Kameraden der FF Ahlem besetzten hierbei in der Zeit von 1.30 bis 4.00 Uhr die Wache 1.

Am 13.04.2001 veranstaltete die FF Ahlem für die Mitglieder der Wehr einen Preisskat im Schulungsraum.

Im Mai begannen die Vorbereitungen für das geplante Feuerwehrfest und so wurden am 11.05. in Klein Heidorn und am 19.05.2001 in Limmer mit möglichen Festwirten die ersten Gespräche geführt und das gesamte Umfeld gesichtet. Diese Vorbereitungen sind für das Ortskommando für dieses Jahr die Hauptaufgabe neben den normalen Diensten.

Die Übung zum Himmelfahrtstag fand nach langer Zeit wieder auf dem Festplatz am Rosenbuschweg statt. Es wurden die traditionellen “Eimerfestspiele“ ausgetragen. So mancher der jüngeren Kameraden waren durchaus erstaunt, wie gut die älteren Kameraden diese Wettkampfübung beherrschen. Nach den Übungen wurde einigen Kameraden die Taufe im Born bei strahlendem Sonnenschein zu teil.
Dieses wahre Feuerwehrwochenende wurde durch die Besuche der Feuerwehrfeste in Seelze und Schulenburg abgerundet.

Am 31.05.2001 rückten die Ahlemer Kameraden wieder einmal angebranntes Essen mit 2 Fahrzeugen auf den Leib.

Am 06.06.2001 brannte eine Elt.-Verteilung auf einer Werkbank im Karl Hinze Weg. Wir waren mit 2 Fahrzeugen vor Ort.

Am 09.06.2001 fand eine Feierstunde zum 50jährigen Bestehen des Kreisfeuerwehrverbandes statt. Bei dieser Feierstunde wurde dem ehemaligen Ortsbrandmeister Friedhelm Bullmahn die Ehrennadel des Feuerwehrverbandes verliehen.

Am 22.06. und 23.06.2001 fanden an der U-Bahnstation in der Werderstraße Alarmübungen statt. Bei diesen groß angelegten Übungen nahm die FF Ahlem am 22. als verletzte Personen teil und am 23. Mußten sie unter AGT Menschenrettung im großen Stil durchführen.

Am 30.06.2001 brannte in Herrenhausen ein Altenheim. Zur Sicherstellung der Gefahrenabwehr besetzte die FF Ahlem die Wache 2.

Am 11.08.2001 veranstaltete die FF Ahlem wieder einmal ein Sommerfest auf dem Hof des Feuerwehrhauses. Rund 130 Gäste vergnügten sich bei ausgezeichnetem Wetter bei Showeinlagen, Gegrilltem  und Discomusik bis in die Nacht hinein.

Am 18.08.2001 fand erneut ein ManV – Übung statt.

Die Ereignisse des Terroranschlages am 11.09.2001 in New York überschatten auch die Geschehenisse der Feuerwehr. Wir bekunden unsere Verbundenheit mit den Opfern mit der Teilnahme von 30 Kameraden an dem Schweigemarsch der Feuerwehren durch die Innenstadt von Hannover. Mehrere Tausend Menschen begleiten den Marsch.

Am 13.10.2001 fand eine Herbstfahrt bei strahlendem Wetter in den Harz statt.

Am 10. und 11.11.2001 wurde eine Ausbildungsfahrt nach Frankfurt durchgeführt.

Auf dem Wurstessen am 01.12.2001 wurde der Kamerad Horst Thomann als zweiter Kamerad zum 1. Hauptfeuerwehrmann befördert.

Das Jahr 2002 stand ganz im Zeichen des für den Juni geplanten Feuerwehrfestes anläßlich des 100jährigen Bestehens der FF Ahlem.

Am 14.02.2002 brannte eine Lagerhalle auf dem VW Werk in Stöcken in voller Ausdehnung. Die FF Ahlem war mit 3 Fahrzeugen im Zeitraum von 18.30 bis 7.00 Uhr am nächsten Morgen mit 21 Kameraden im Einsatz.

Epilog:

Mit den zunehmenden Gefahren unserer technischen Welt müssen Ausrüstung und Schulung der Feuerwehr schritt halten. Auf beiden Gebieten ist in Ahlem in Vergangenheit und Gegenwart beachtliches geleistet worden. Heute entsprechen Ausrüstung, Fahrzeuge und Geräte den Anforderungen. Die Ortsfeuerwehr Ahlem verfügt über folgende Fahrzeuge :

               1 Löschgruppenfahrzeug LF   10-6

               1 Löschgruppenfahrzeug LF 16 - TS

               1 Hilfeleistungslöschfahrzeug   HLF20-16-1

               1 Mannnschaftstransportwagen

 An dieser Stelle soll allen Mitgliedern, Förderern und Freunden der Ortsfeuerwehr Ahlem Dank gesagt werden. Dank gebührt auch den Mitgliedern des Rates der Stadt Hannover, des Rates der ehemaligen Gemeinde Ahlem, des Ortsrates des Stadtteiles Ahlem, des Bezirksrates sowie der Verwaltung. die durch ihr Verständnis und ihre Unterstützung die Voraussetzungen für einen wirksamen Feuerschutz in Ahlem und Umgebung schufen.

     "Gott zur Ehr', dem nächsten zur Wehr"

Hauptleute bzw. Brandmeister, später Gemeindebrandmeister oder Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Ahlem :

       1902 - 1907   Adolf Röhrbein

       1907 - 1914   Heinrich Habekost

       1914 - 1920   Heinrich Hinze

       1920 - 1927   Georg Dreyer

       1927 - 1937   August Elze

       1937 - 1939   Karl Reinicke

       1939 - 1959   Wilhelm Nöthel

       1959 - 1966   Max Schütze

       1966 - 1986   Günther Gabbatsch

       1986 - 2000   Friedhelm Bullmahn

       2000 - 2007    Norbert Rößeling

       Seit 2007   Oliver Lange

 

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